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Das
klassische Flandern
5. Tag, von Diest nach Antwerpen per Bahn
Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, die ihren Ursprung in einer fränkischen
Siedlung des 9. Jh. hat. Beeindruckend ist bei Anreise per Bahn schon der
Bahnhof. Weiter sehenswert sind die siebenschiffige Liebfrauenkathedrale,
der Marktplatz, das Rubenshaus, der Stehen, sowie weitere Sakralbauten und
einige Museen.
6. Tag,
mit dem Auto nach Puurs und
per Rad bis Gent
Strecke ca. 60 km.
Nachdem in Mariakerke per Fähre die Schelde überquert ist, fährt man
durchgehend auf der Deich an der Schelde entlang. Unserer Meinung nach
nicht so berauschend. Zumal viele Orte auf der anderen Scheldeseite liegen
und nicht oder immer nur mit Zeitaufwand per Fähre zu erreichen sind.
Zudem hatten wir das Pech, gleich zwei Reifenpannen beheben zu müssen.
Nicht zuletzt deswegen erreichten wir Gent erst gegen Abend. Leider
nahmen wir etwas unüberlegt ein Quartier in einem „Hotel“, in dem wir
die ganze Nacht keine Ruhe fanden. Deswegen entschlossen wir uns zu
einer weiteren Änderung der Tour. Wir radelten am nächsten Tag die „Leie-Rundtour“
und weiter bis Aalter (zwischen Gent und Brügge). Hier blieben wir für
den Rest die restliche Zeit Quartier nahmen und den Rest unserer Tour wie
folgt absolvierten:
7. Tag, per Rad die „Leie-Rundtour“ und Gent – Alter
Rundtour Leielandschaft = 55 km (m.E. waren es aber etwas mehr)
Gent – Aalter = ~ 25 km
Die Rundtour entlang der Leie ist wunderschön. Im reizvollsten Abschnitt
zwischen Gent und Deinze in Ostflandern zieht sich die Leie in leichten Mäandern
durch eine harmonische Landschaft. Mit dem Rad folgt man alten
Treidelpfaden und genießt die Atmosphäre entlang des ruhigen Flüsschens.
Das Wasserschloss Ooidonk ist, da in Privatbesitz, leider nur von außen
zu „besichtigen“.
Die restliche Wegstrecke bis Aalter führt weitgehend am Kanal entlang und
zählt eher zu den notwendigen Transferetappen.
8. Tag, Gent per Bahn
Nachdem wir tags zuvor Gent fast fluchtartig wieder verlassen
hatten fuhren wir per Bahn nach Gent, die Hauptstadt der Provinz
Ostflandern. Erstmals im 7. Jh. erwähnt dominierte im 12. Jh. die
Leinenweberei. Die Genter Pazifikation führte im 15. Jh. zum
wirtschaftlichen Niedergang, weil die überwiegend protestantischen Weber
die Stadt verließen. Erst die frühe Industrialisierung im 18. Jh. brache
wieder Aufschwung.
Sehenswert: Kathedrale St. Bavo („Genter Altar“, Rathaus, Belfried,
Tuchhalle, Kornmarkt, der alte Hafen „Graslei“, Fleischhalle,
Grafenburg, das hübsche Viertel Patershol, weitere Kirchen und mehrere
Museen. Gent verfügt ferner über drei Beginenhöfe.
In Gent könnte man mehrere Tage verweilen ohne Langeweile zu leiden.
Ach ja - eine Stadtrundfahrt per Boot ist sehr zu empfehlen. Sie
bietet viele Blickwinkel, die es so nur vom Wasser aus gibt.
9. Tag, Radtour Brügge – Nordsee (Knogge-Heist)
Nach einem Radfreien Tag schwangen wir uns nochmals auf die Sättel. Bis
Brügge per Bahn und per Rad an die Nordsee und zurück. Zu bewältigen
sind rund 60 km.
In Damme wird an der nie fertig gestellten Liebfrauenkirche die
schon damals schnelllebige Zeit deutlich. Wirtschaftlichen Aufschwung und
Niedergang erlebte die Stadt mit Kanalbauten und deren Versandung.
Sehenswert ist der Marktplatz und das Rathaus; weg mag kann auch das
Eulenspiegelmuseum besuchen.
Am allee-ähnlich bewachsenen Kanal und durch eine schöne
Polderlandschaft geht es bis nach Knogge an die Nordseeküste (Hoffentlich
wurde die Badekleidung nicht vergessen). Knogge wird auch als das
Westerland Belgiens bezeichnet; die Passage der langen Strandpromenade ist
wegen der starken Frequentierung eher anstrengend. Trotzdem sollte man
den Weg bis zum Naturschutzgebiet „Zwin“, ein inzwischen versandeter
Meeresarm und Vogelschutzgebiet, nehmen.
Der Rückweg führt kurz in die Niederlande, in das malerische quirlige Städtchen Sluis, das durch die Versandung des Zwin an wirtschaftlicher
Bedeutung verlor.
Zurück ging’s entlang des Dammer Kanals bis Brügge und per Bahn nach
Aalter.
Eine letzte Nacht im Hotel „Capitole“, das wir wärmstens empfehlen können,
dann mit dem Zug nach Puurs und ab nach Hause (10. Tag)
Fazit:
Wir können diese Tour nur empfehlen, wenngleich in Belgien Unterkunft und
Essen nicht ganz billig sind.
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