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Das unbekannte Flandern
1. Tag, Anreise nach Tongeren und Erkundung der Stadt.
Die Anreise nach Tongeren per PKW ist einfach. Bei Anreise per Bahn stellt
sich zumindest in Deutschland die Frage nach der Möglichkeit der
Fahrradmitnahme.
Parken ist übrigens in unmittelbarer Bahnhofsnähe kostenlos und nach
unserer Erfahrung auch bedenkenlos für mehrere Tage möglich.
Tongeren ist die älteste Stadt Belgiens (um 30 v.Chr.) und liegt inmitten
fruchtbarer Felder des Haspengaus. Es ist Sitz der Bezirksverwaltung der
Provinz Limburg.
Sehenswert (es werden nur die u.E. wichtigsten genannt)
sind die Basilika mit Kreuzgang, der (erste) Beginenhof der Tour, das
Rathaus und die Altstadt.
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2. Tag, Erste Radetappe Tongeren – Hasselt
(„Das unbekannte
Flandern“)
Entfernung 41 km.
Anfangs trifft man auf einige Steigungen, die sich im kleinen Gang oder
durch Schieben bewältigen lassen. Ab Bilzen ist die restliche Etappe
flach. Insgesamt erlebt man eine in Flandern eher seltene Hügellandschaft
mit vielen Obstbaumwiesen.
Man fährt nach dem (u.E. intelligenten) Knotenpunktsystem. D.h. nach
einer speziellen Karte und perfekten Beschilderung. Damit kommt man
wirklich überall.
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Höhepunkt dieses Tages ist das Schloss Alden Bisen.
Der ehemalige Landsitz der Deutschordensritter gilt als größter
Schlosskomplex nördlich der Loire. Die Bauten aus dem 16. bis 18. Jh.
dienen heute hauptsächlich als Schulungszentrum. Im „Fructarium“
werden alte Obstsorten vor dem Aussterben bewahrt.
Auf dem weiteren Weg Bilzen bietet eine beeindruckende Kathedrale, die
sich von Stil her von anderen Sakralbauten doch deutlich unterscheidet.
Hasselt, die Provinzhauptstadt Limburgs, ca. 70000 Einwohner zählende
quirlige Stadt, wird erreicht. Durch die Lage an der Demer und am
Albertkanal entwickelte sich Hasselt zum Markt- und Handelszentrum. Seit
Anfang des 19. Jh. sind in Hasselt Genever-Brennereien ansässig.
Sehenswert: Der Japanische Garten, der Marktplatz, das Refugium der
ehemaligen Abtei Herkenrode, die Kathedrale und Liebfrauenkirche, der
Beginenhof, sowie ein Mode- und das Genevermuseum.
3. Tag, Zweite Radetappe Hasselt – Diest
Entfernung 48 km, mit Umweg über Bokrijk ~ 61 km.
Die Strecke führt durch dünn besiedeltes Gebiet, teilweise am
Albertkanal entlang in die Naturlandschaft „Domäne Bokrijk“
mit einem kleinen Naturschutzgebiet, das nur mit Führung betreten werden
darf. Außerdem gibt es ein Freilichtmuseum, in dem unterschiedliche Häuser
wieder aufgebaut wurden.
Der weitere Weg führt zur Abtei Herkenrode. Der einstige Gutshof
wurde durch eine Schenkung zur Zisterzienserabtei. Sie ging als reichstes
und ältestes Kloster in die Geschichte ein. Nach dem Niedergang ab dem
Jahr 1800 und weitgehendem Abriss der Klosterbauten wird seit einiger Zeit
der Wiederaufbau betrieben.
Fast unbemerkt passiert man die Rennstrecke Zolder, wo man mit etwas Glück
auch Fahrer beobachten kann.
Hinter dem Kotenpunkt 315 geht’s weiter nach der
„LF50“-Beschilderung bis Diest. |
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Diest
gehört bereits zur Provinz Brabant und ist Marktzentrum für die fruchtbare
landwirtschaftliche Umgebung.
Sehenswert: Marktplatz, Rathaus, die Stiftskirche St. Sulpitius, die St.
Katharinen-Kirche, das Refugium der Abtei Averbode und der Beginenhof (der
älteste und unserer Meinung nach einer der am besten erhaltenen).
Über die Touristinfo erhielten wir Quartier im Beginenhof und wir ließen
uns die Chance nicht nehmen, in historischen Mauern genächtigt zu haben.
Im Lokal lässt sich’s gut essen und es gibt leckeren Kuchen.
Nach einem Gespräch mit der Inhaberin des Gasthofs, die
uns abriet, mit dem Rad nach Antwerpen zu fahren, entschlossen wir uns
die Tour zu ändern und hier drei Nächte zu bleiben.
Von Diest ausgehend unternahmen wir eine Tagesradtour von Diest nach
Tournhout (zurück mit dem Zug).
Zu Gunsten eines radfreien Tages fuhren wir nach Antwerpen mit der Bahn und
holten am selben Tag unser Auto (und frische Wäsche) nach.
Fortsetzung
der Radtour „Klassisches Flandern“ bei Puurs (westlich von
Mechelen), wo wir wieder gute Parkmöglichkeiten vermuteten und auch
fanden
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4. Tag, Dritte Radetappe Diest – Herentals - Turnhout
Zu Bewältigen sind 68 km.
Die Höhepunkte dieser Tour sind die Abteien Averbode und Tongerlo
beide entstanden ab ca. 1130.
In Herentals erwarten den Radler das Rathaus von 1410 und der 35 m
hohe Belfried, die St.-Waltraud-Kirche und ein Beginenhof.
Hinter Herentals stößt man auf das Antwerpener Knotenpunktsystem (s.o.).
In Turnhout sind der Marktplatz mit der St. Peterskirche, das
Wasserschloss, der Beginenhof und das Spielkartenmuseum sehenswert. |
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Hier finden Sie eine "Diaschau"
zu der Flandern-Radtour |
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